Folgende Berichte befinden sich auf dieser Seite:
Mehrhundehaltung? (von Ralf Kleine)
Clickern mit einem Jagdhund (von Pia Gröning)
Filmbericht (von Kerstin)
Der GM in der Familie (von Karin Oehl)
Der GM auf einem Gebrauchshundeplatz (von Pia Gröning)
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(Ein Bericht von Hundehalter Ralf Kleine)
Neulich sprach ich abends an unserem Reitstall mit einer Bekannten über unsere Hunde.
Eigentlich klagte ich ihr unser Leid mit unseren Hündinnen Ronja und Momo. Sie, die einen Kampfhunde-Mix hat, der am Reitstall nicht aus dem Auto darf, weil dort bis zu 8 Hunde frei laufen, hörte sich schweigsam meine Geschichten über Momo´s neueste Unarten und Untaten an und wartete geduldig bis ich mir alles von der Seele geredet hatte. Nach einer Pause sagte sie: „Weißt du, ich wünschte mir ich hätte so einen Hund wie Momo. Euer Problem ist einfach, ihr hattet 7 Jahre lang den perfekten Hund.“
Der perfekte Hund
Vor 7 Jahren haben wir unsere Ronja bekommen. Ronja ist ein Mix, aber wir wissen Einiges über ihre Abstammung. Ronja´s Mutter Lilli, die einer Freundin gehört, kennen wir schon von Junghundebeinen an. Lilli´s Mutter war ein Schäferhund-Husky-Mix. Lilli´s Vater ein Deutsch Drahthaar. Ronja´s Vater Max ist ein kleiner Münsterländer. Ronja ist als Welpe quasi auf einem Bauernhof mit Lilli und Max und 8 Geschwistern, Hühnern, Kühen, Pferden, vielen Kindern und Menschen aufgewachsen. Mit 10 Wochen haben wir Ronja abgeholt und sie hat die ganze Strecke im Auto nur geheult. Wir haben ein Haus mit großem Garten und Ronja war von Anfang an „sauber“. Wir haben Ronja überall mit hingenommen und ihr alles gezeigt. Ronja war in der Hundeschule und hat immer alles ohne Probleme gemeistert und gelernt. Keine Probleme mit Menschen, keine Probleme mit Tieren. Sie war fast immer frei, auch in ihr völlig fremder Umgebung, sie war Selbstständig, erkundete das Revier, war oft außer Sicht und doch auf Pfiff immer da. Wir brauchten selten eine Leine. Bald konnte Sie perfekt „komm“ „sitz“ „platz“ und „laut“ sowohl auf Zuruf als auch lautlos auf Handzeichen. Ronja schaut dich an und sie weiß was zu tun ist. Sie ist ein verlässlicher Partner. Wir sind beide Reiter und Ronja hat uns auf unzähligen Ausritten begleitet, auch in größeren Gruppen und in Begleitung mehrerer Hunde. Ronja ging immer ohne Leine, bei Spaziergängen und auch am Pferd. Ronja hat uns auf unseren Campingreisen durch Europa begleitet und war immer „everybodys darling“- alles war immer ganz leicht.
Ronja versteht es sich beliebt zu machen, hat Menschen- und Hundefreunde. Bei den wenigen Flugreisen, die wir ohne sie machten war es kein Problem sie unterzubringen. Es gab beinahe schon eine Warteliste und die Frage „wann fahrt ihr eigentlich mal wieder in Urlaub“ hat es auch schon gegeben. Mit 4-5 Jahren erwachte der Wachhund in ihr und sie begann unser Grundstück zu bewachen und am Zaun zu verbellen, zuerst nur Hunde, später auch Menschen.
Manche große, schwarze Hunde hat sie nicht gemocht und „angemacht“ aber selten und die Hunde haben die Sache immer unspektakulär und unblutig unter sich ausgemacht. Auf Spaziergängen sucht und stöbert sie nach Mauselöchern und Wildfährten. Hin und wieder zeigte sie „Vorstehen“, obwohl wir jagdtechnisch niemals auch nur irgendetwas mit ihr gemacht haben. Wenn ein Reh in unmittelbarer Nähe 5-20m vor Ronja auftaucht ist sie weg. Sie jagt es über das freie Feld, geschätzt auch durchaus bis zu 1-2 km und kommt dann ohne Jagderfolg nach 2-3 Minuten zurück. Bei dieser geringen Distanz zum Wild ist ein Rückruf zwecklos, das „Jagdgeheul“ beginnt und schaltet alles andere aus. In 7 Jahren ist das etwa 3-4-mal bei Ausritten in Wald und Feld vorgekommen, wir haben dem keine große Bedeutung gegeben. Mit unserer Katze Mu liegt Ronja gemeinsam im Körbchen. Meine Lebensgefährtin ist Lehrerin, ich bin selbstständig, wir haben keine Kinder. Unsere (Ersatz-) Leidenschaft sind immer die Tiere, die Pferde, die Katze und der Hund gewesen. Und „ja“ der Hund darf auf die Couch und „ja“ der Hund war auch schon mal im Bett, aber da will Ronja eigentlich nur ganz selten mal hin. Da Ronja nach jeder Läufigkeit „Scheinschwanger mit Milch“ wurde und wir gehört hatten, dass das bei manchen Hündinnen nach einem Wurf nicht mehr aufgetreten ist, und da es auch zu diesem Thema quasi schon eine Warteliste gab („wenn Ronja mal Junge kriegt, dann will ich aber einen davon haben“) haben wir Ronja Ostern 2007 von Sammy, einem Australien Shepherd decken lassen. Zweimal Jagdhund war ja schon drin, o.k. also als Ausgleich ein bisschen Hütehund dazu, so stellt klein Fritzchen sich eben die Welt vor.
Nachwuchs
Der Sommer 2007 bescherte uns pünktlich zu den Schulferien 9 gesunde Welpen, viel Arbeit, viel Freude und wir gaben alles, damit unsere 9 als Welpen gut sozialisiert wurden. Die Hunde bekamen ein eigenes Internet Fotoalbum bei AOL (http://fotocenter.aol.de, Suchbegriff: ronjashundebabys) damit der Ansturm der Fangemeinde befriedigt werden konnte und Ronja und die 9 Welpen anfangs ihre Ruhe hatten. Wir hatten Papa Sammy da, wir hatten Baby´s, Kinder und „alte“ Menschen. Rasenmäher und Party. Besuche mit allen 9 Welpen auf dem Bauernhof mit Pferden, Traktor und vielen anderen Hunden. Die Hundefamilie hatte ihr eigenes Haus im Garten mit großem Hunde-Abenteuerspielplatz davor. Wir haben alle hoffentlich gut untergebracht, viele bei Reitern, bei Familien mit Garten, als „Freigänger“ auf dem Bauernhof. Die Welpen waren bei Abgabe quasi „stubenrein“, da sie gelernt haben immer „draußen“ ihr Geschäft zu machen. Wir waren stolz und sicher „wir haben doch alles richtig gemacht“.
MOMO
Natürlich war der Plan von Anfang an da, „einen“ zu behalten. Nachwuchs von unserem „perfekten Hund“ was könnte es Schöneres geben. Ronja würde alle ihre wunderbaren Eigenschaften vererben und der kleine Hund würde sich alles von der Mama abgucken und wir würden ihm wieder alles zeigen und ihn überall hin mitnehmen und alles würde noch viel „perfekter“ sein als vorher.
Die Wahl fiel auf Momo, ein lebhaftes, freches schwarz-weißes Hundemädchen.
Nachdem die anderen 8 abgeholt waren bekam unser neues Familienmitglied sein Körbchen und wurde Bestandteil unseres Lebens. Momo war in der Hundeschule, in der Welpengruppe und im Jungehundekurs. Sie ist sportiv, gelehrig und schmusig, der perfekte Hund?
Rien ne vas plus, NICHTS GEHT MEHR, 2 sind ein Rudel
Wir haben Angst vor „Hundebegegnungen“, da Ronja und Momo zusammen andere Hunde anpöbeln. Momo schirmt Ronja ab, mobbt und dreht andere Hunde um. Da sie von klein auf mit Ronja im Spiel „trainiert“ hat und sie sehr athletisch ist, gewinnt sie fast jede Auseinandersetzung. Wir haben plötzlich gelernt was es heißt von anderen Hundebesitzern „schief“ angeguckt oder „angemault“ zu werden.
Wir haben in manchen Situationen Angst vor Menschenbegegnungen, da Momo noch nichteinmal 1 Jahr alt, beginnt jedes Territorium zu bewachen wo wir uns häufiger aufhalten (das Zuhause, meine Firma, der Bauernhof wo die Pferde wohnen). Sie läuft bellend auf Menschen, auch Kinder zu. Wir haben Angst, dass das vielleicht kein Begrüßungsbellen ist.
Zusammen jagen macht Spaß, was Ronja alleine in 7 Jahren 3-4mal gemacht hat (Rotwild hetzen), machen beide zusammen jetzt bei jedem Spaziergang. Wild wird aufgestöbert, ein kurzer Blickwechsel untereinander und weg. Rückruf zwecklos.
Momo hat sich nichts von unserer „lieben“ Ronja abgeschaut, im Gegenteil Ronja macht gemeinsam mit Momo jeden „Mist“ mit. Zusammen sind sie eine Katastrophe.
Die Hundeschule hat sich nach nur einem kurzen Zusammentreffen mit Momo und Ronja zurückgezogen. Passt wohl nicht so in den Standardablauf.
Meine Lebensgefährtin weint oft in der letzten Zeit und ich habe uns dabei erwischt, dass wir inkonsequent wurden und statt weiter mit positiver Verstärkung (Lob+Leckerli) zu arbeiten (wenn man den perfekten Hund hatte beschäftigt man sich nicht mit Clicker), die Hunde gestraft, geschüttelt, gehauen haben. Ich habe unser Hundebaby geschüttelt und den perfekten Hund geschlagen. Da habe ich gewusst wir haben versagt, wir sind am Ende.

Herbstferien 2007 an der Nordsee

unsere Ronja

Momi
NEIN, wir sind nicht bereit aufzugeben, noch nicht
Hin und wieder trennen wir die beiden. Mit Ronja alleine ist alles fast wie früher, etwas irritiert,weil Momo nicht mit dabei ist aber sonst keine Probleme. Mit Momo alleine verlieren Hundebegegnungen ihren Schrecken, sie neigt zwar leicht zu Mobbing, aber ohne Ronja als Verstärkung ist sie viel umgänglicher und spielt mit fremden Hunden.
Wenn beide Hunde zusammen sind arbeiten wir bei Momo mit der Schleppleine, es zeigen sich
Ansätze von Erfolg. Wir lassen die Hunde nicht mehr alles zusammen machen, binden sie mehr an uns, mal der eine, mal der andere, Spielen, Warten, Rufen, Einsteigen, Aussteigen, einzeln, namentlich auch zusammen nicht als Rudel sondern individuell.
Ralf Kleine
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(ein Bericht der Hundetrainerin und GM-Besitzerin Pia Gröning)
Der folgende Text setzt Grundkenntnisse zum Clickertraining voraus! Wer über diese Grundkenntnisse noch nicht verfügt, möge bitte vor dem Weiterlesen folgende links anschauen: www.clicker.de oder www.spass-mit-hund.de oder sich einen anderen Link zu diesem Thema in der Clicker-Linkliste auswählen.
Natürlich
funktioniert das Clickertraining beim Jagdhund genauso, wie bei allen anderen
Hunden und letztendlich den meisten Tieren :-) Es gibt lediglich ein paar
Besonderheiten auf die ich gerne eingehen möchte:
Shaping:
Gerade
beim Shaping braucht man die ungeteilte Aufmerksamkeit des Hundes. Doch eine
einsame, als ablenkungsarmer Ort geltende Wiese ist für einen Jagdhund schon
eine große Anforderung. Deswegen gilt beim Shaping einen wirklich
ablenkungsarmen Ort ausfindig zu machen. Meistens hat der Garten schon zu viele
Ablenkungen. Wählt man den Ort zum Shaping unglücklich, kann eine Übung
doppelt so lange bis zu ihrer Erfüllung dauern oder sogar gar nicht erfüllt
werden.
Mit
Eika kann ich zum Shaping jeden Raum in unserem Haus nutzen - ohne Fliegen!
Bei
der Generalisierung verschieben sich die Schwerpunkte im Vergleich zu anderen
Hunden. Ein scheinbar harmloser Wald kann einen hohen Ablenkungsgrad haben (viel
Wild), hingegen ein voller Hundeplatz mit Gleichgültigkeit behandelt werden.
Das Beispiel mit dem Hundeplatz hängt natürlich vom jeweiligen Hund ab. Sowohl
mein Rüde Asco als auch Eika ließen sich durch die Anwesenheit anderer Hunde
nicht ablenken. Vielleicht ein Zufall!?
Es
ist sehr wichtig die Ablenkung langsam zu steigern! Bei uns läuft es meistens
so ab: Shaping im Haus, sobald die Übung klappt, probieren wir es im Garten,
dann Hundeplatz, danach langweilige Wiese oder Wohngebiet, Feld und zum Schluss
Wald.
Die Generalisierung ist einer der wichtigsten Ansatzpunkte, um mit dem Jagdtrieb des Hundes auszukommen. Besonders das "Komm" muss wirklich die höchstmöglichste Stufe der Generalisierung erreichen.
Die
Belohnung nach dem Click:
Die
Belohnung nach dem Click hängt von dem Gebiet ab, in dem wir uns gerade
befinden und von dem Schwierigkeitsgrad der Übung.
Beispiele:
Befinden
wir uns in einem wildarmen Gebiet und ich stelle Eika eine für sie einfache Übung,
gibt es für die Erfüllung der Übung z.B. einen Brocken Trockenfutter. Sieht
Eika eine Ente hinter der sie herschwimmen möchte und lässt sich mit
„Steh“ stoppen, dann darf sie für diese Meisterleistung zur Belohnung
hinter der Ente herschwimmen.
Manchmal
hatte ich das Gefühl, dass Eika nicht verstanden hat, dass nach dem Click eine
Belohnung folgt. Sie hat zum Beispiel einfach weitergewittert. Doch Eika hatte
das System besser verstanden als ich ;-)
Denn in diesem Moment war für Eika das Wittern die Belohnung.
Besonders
hoch im Kurs stehen sämtliche Jagdaktivitäten: z.B. Spuren verfolgen, in Mäuselöcher
buddeln, Vögel aufscheuchen, hinter Enten herschwimmen usw. Diese Aktivitäten
kann man wunderbar als Jackpot einsetzen!
Leckerchen
werden etwas interessanter, wenn sie gerollt oder geworfen werden (besonders im
Gras verschwindend).
Die
Jagdaktivitäten zu kontrollieren liegt nicht nur zu diesem Zwecke im Sinne des
Halters, sondern auch ganz einfach unter dem Aspekt, dass das unkontrollierte
Jagen des Hundes verboten ist. Wie man das Jagdproblem angeht, findet sich auf
dieser Homepage unter dem Punkt Antijagdtraining.
Damit
kein Mensch oder Tier zu schaden kommt, sollte man einige Vorkehrungen treffen. Zum
Beispiel die Spaziergehgebiete nach der Lage wählen (keine Straßen, Zuglinien
usw.) oder den Hund beim Schwimmen durch eine lange Leine sichern, die man in
der Hand behält und nach und nach frei gibt, usw. .
Wie meistens beruht dieser Text auf meinen subjektiven Erfahrungen und wird ständig überarbeitet oder erweitert. Er soll als Hilfestellung fungieren. Sicherlich gibt es auch Jagdhunde, die keinen ausgeprägten Jagdtrieb haben und auf die der Inhalt nicht passt. Umgekehrt gibt es auch Hunde, die trotz anderem Ursprungs Jagdtrieb haben.
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Der
Grosse Münsterländer geht zum Film
(Ein Bericht von Kerstin, der Besitzerin von Filmhund Lena)
Ein freudiges Ereignis, Ich rufe meine E-Mails ab und lese das ein großer, alter Jagdhund für einen Kinofilm gesucht wird. Ohne grosse Hoffnung schrieb ich einen kurzen Text über meine GM-Dame Lena im Alter von 9 Jahren.
Schon am nächsten Morgen bekam ich einen Anruf von der beauftragten Hundetrainerin. "Die Lena hört sich toll an! Kommt doch am Wochenende zum Casting!"
Gesagt getan an einem Freitag fuhr ich mit Lena zu „X-Filme“ in Köln. Dort wurde Lena dem Regisseur Oscar Roehler vorgestellt. Oscar war sofort mit Lena einverstanden und von dort aus wurden wir zum Drehort bestellt, der in Wuppertal war.
Ich konnte unser Glück gar nicht fassen: „Lena goes to Hollywood“, unsere alte Dame im Kino!
Ich
war total aufgeregt, aber Lena ließ das sichtlich kalt. Sie verstand nicht
wirklich, warum so viele was von ihr wollten und warum sie alle anstarrten. Doch
im Mittelpunkt zu stehen, dass genoss sie sehr.
Anfang September traf ich mich dann mit der Hundetrainerin. Sie brachte Lenas Film-Kumpane Falk mit - ein 8-jähriger GM-Rüde. Die Hunde verstanden sich gut.
Drehbeginn, die Hunde noch ohne Ahnung was passiert, aber vollkommen zufrieden. Denn alles drehte sich um Lena und Falk. Sie wurden von morgens bis abends von Leuten gestreichelt, gekrault und mit Leckerchen verwöhnt.
Anfangs wussten die Hunde nicht was sie machen sollten: Dieses hin und her und immer wieder das gleiche machen und ständig rannte einer mit einer Kamera um sie herum.
Lena fand die Wiederholungen gut, sie hat jedes Mal alles besser gemacht.
Falk jedoch wurde es langweilig er musste immer wieder zeigen das er mehr kann. Anstatt immer wieder das langweilige gerade aus Laufen kann er auch die Treppe hoch laufen ;-) sah ganz gut aus aber das passte nun mal gerade nicht zur Szene. Die Hunde haben alles wunderbar gemeistert.
Das
Einzige, was nicht ganz so toll war: Es wurde nicht immer genug Rücksicht auf
die Hunde genommen. Das sind nun mal keine Menschen, denen man sagt „lauf erst
rechts, dann links Treppe rauf und wieder zurück, dabei bell kräftig“ aber
irgendwann haben die Filmleute das dann auch verstanden ;-) Zudem wurden alte
Hunde „bestellt“. Lena mit ihrer HD konnte
dann auch nicht soviel rennen, sollte sie aber trotzdem . 1-2-mal wäre es ja
gegangen, aber so Szenen müssen eben öfters gedreht werden, von sämtlichen
Perspektiven. Naja ist aber alles gut gegangen. Lena ist gut gelaufen und hat es
ganz oft geschafft zu rennen. Als ich jedoch merkte das sie nicht mehr wirklich
will, haben wir es dann doch sein gelassen. Zum Glück haben die Aufnahmen
gereicht. 
Schön war es mit Falk zu arbeiten. Er war trotz seines Alters sehr lehrreich. Innerhalb weniger Tage hat die Hundetrainerin ihm beigebracht auf Kommando zu bellen, „Stöckchen zuspielen“, und Leckerchen anzunehmen. Denn da er jagdlich geführt wird, kannte er dieses nicht.
Auch war es interessant, dass so gut wie niemand diese wunderbare Hunderasse kannte. Viele haben nachgefragt und sich bei uns über diese Rasse informiert. Eine Fotografin hat sich sogar überlegt, ob sie sich einen GM holt. Denn sie möchte einen Hund haben. Eigentlich einen Flatcoat Retriever, aber der GM gefiel ihr fast besser. Auch die Hundetrainerin, die einen Border Collie besitzt, fühlt sich seit der Woche sehr zum GM hingezogen .
Wir wollen nur hoffen das der GM durch diesen Film „Agnes und seine Brüder“ nicht zum Modehund wird!
Es war wirklich eine aufregende Woche die uns echt Spaß gemacht hat. Ganz toll ist auch das die Hunde Lena und Falk heißen dürfen im Film ;-)
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Der GM in der Familie - ein Blick in das Leben von Dana
Als
wir unsere Dana bekamen, war sie ja noch einige Wochen im Verband mit
zeitweise 7 Geschwistern. Die
Tiere lebten im Haus bekamen alle Geräusche u. Vorgänge in der Familie mit.
Sie spielten im Garten, bekamen Zuwendung von der Familie und Besuchern.
Nach und nach
fanden alle Geschwister ein neues Zuhause. 
Dana - unser eigener Hund - war und ist kein Einzelhund. Je größer sie wurde, um so mehr nahmen die Spiele mit dem vorhandenen Rüden Ernie (Mischling) den Charakter einer Standortbestimmung an. Auch uns gegenüber versuchte sie häufig, zu ergründen, wer nun der Boss wäre. Nun, das war ja rasch geklärt. Die Versuche den Erbie auszuspielen, indem sie sich besonders bei uns einschmeichelte, nahmen bisweilen etwas groteske Formen an.Wir waren und sind bemüht Gerechtigkeit (auch in den Augen der Hunde) walten zu lassen.
Der Rüde mit den älteren Rechten bekommt immer noch das Leckerchen oder Futter zuerst. Wird zuerst angeleint. Dana akzeptiert das, nur gelegentlich ist sie schneller und klaut so blitzschnell, dass man es nicht für möglich hält.
Aber wer bei Herrchen auf der Couch ganz nahe sitzen darf, wird ausgekaspert (oft gewinnt Dana). Sie schaut ihren Herrn an, schmachtend, dass man schmelzen möchte.
Sie ist ein Kampfschmuser erster Güte, sie schaut, macht sich bemerkbar, immer Löbchen heischend. Wenn wir im Wald üben, dann bemüht sie sich, alles wunderbar zu machen u. Leckerchen oder Lob einzuheimsen (wenn sie mal ausgebüxt ist zum Jagen, schaut sie nicht nach uns, aber wenn die „Nabelschnur“ Leine dran ist, häufiger). Von den Besitzern der Geschwister höre ich ähnliche Storys im Bezug auf das Verhalten.
Dana ist kinderlieb, außer dass es möglich ist, dass ein Kind zu klein und Dana zu stürmisch ist. Sie leckt (was sie nicht sollte), und lässt sich streicheln, drängt sich danach, bringt Spielzeug. Lässt sich Futter wegnehmen, knurrt nicht.

Gegen andere Hündinnen, auch Geschwister und Mutter wurde sie allerdings schon mal kiebig, ansonsten ist sie verträglich mit den hauseigenen Katzen und Ihrem Rüden, Die zwei spielen, dass es eine wahre Wonne ist... Im Haus akzeptiert sie Zeiten, in denen wir unserer Arbeit nachgehen können, ohne Probleme. Allerdings bleibt sie äußerst ungern allein, klaut, wenn wir was auf dem Tisch liegen lassen u. sie sich unbeobachtet glaubt und trägt gerne Schuhe ins Bettchen. Sie zerbiss neulich aus Langeweile ihr Geschirr (nicht das Erste).
Wieder einen GM? Immer, solange die Kraft für die endlosen Spaziergänge und flotten Spielchen reicht.
Mit dem ausgeprägten Jagdtrieb gibt es wenig Probleme, weil wir auch mal Mäuschen zur Belohnung buddeln lassen u. sie viel beschäftigen. Langeweile ist tödlich, aber wohl nicht nur für den GM ...
Familie
Oehl
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Gedanken zum Thema "Der GM auf Gebrauchshundeplätzen"
(Ein Bericht in Erinnerung an alte Hundeplatzzeiten von Pia Gröning)
Sowohl mit Asco als auch mit Eika habe ich diverse Gebrauchshundeplätze besucht. Den ersten Hundeplatz besuchte ich mit Asco. Es war ein typischer Schutzhundeplatz und mein Hund war weit und breit der einzige Jagdhund. Konnten die typischen Gebrauchshunderassen mit Leinenruck und Co. zu einer halbwegs vernünftigen Unterordnung gebracht werden, stand mein Rüde einfach auf dem Fleck und ließ sich selbst mit Leckerchen zu keinem Schritt bewegen. Die Ausbilder waren sichtlich ratlos. Turnierhundesport klappte gering besser und so kam es, dass wir unsere Hundeplatzkarriere recht schnell einstellten.
Nach
einigen Jahren startete ich mit Eika den nächsten Versuch. In Bochum fanden wir
einen
Agility Verein.
Auch hier ist die Kategorie Jagdhund eher weniger vertreten, doch wir bekamen
von den Trainerinnen sehr viele Tipps bezüglich Motivation mit Leckerchen,
Spielzeug, Stimme usw. . Eika als spielfreudig zu bezeichnen, ist wohl genauso
eine Lüge wie Frauchen Pia als Motivationskünstlerin zu bezeichnen. Mit zusätzlicher
Hilfe von einigen Hundebüchern zu diesem Thema, wie z.B.
GM Illa beim Sprung über den Weitsprung
E. Lind lässt Eika sich mittlerweile zu einem kurzen Spiel mit der Beißwurst überreden. Neuerdings benutze ich ein frisches Rehfell zur Motivation. Das klappt am besten.
Übungen, die vergleichsweise ein Hund aus der Kategorie Hütehunde recht schnell lernte, hat sie gar nicht oder ganz langsam erlernt. Zu nennen wäre z.B. der Slalom, der weder als V-Slalom noch als Gasse zum Ziel führte (Durch einen neuen Aufbau mit Clicker kann sie ihn inzwischen halbwegs). Durch Gerüche aus dem umliegenden Wald wurde ihr Interesse des öfteren auch auf "wichtigere" Sachen gelenkt, so dass ich nicht nur einmal verzweifelt versuchen musste meinen Hund wieder auf Agility zu konzentrieren. Insgesamt gesehen entwickelte Eika bis heute niemals Feuereifer im Agility, doch arbeitet sie mit.
Da ich Anfangs vor hatte irgendwann auf Agility Turnieren präsent zu sein, fingen wir an für die Begleithundeprüfung zu üben. Aus wegtechnischen Gründen suchte ich mir einen SV-Platz an der Grenze Gelsenkirchen/Essen aus. Mit Kettenhalsband ausgestattet begannen wir unser "Training". Immer dasselbe Schema laufen, Leckerchen in der Hand, Leine straff und gelegentlich geruckt, wenn Eika hinterher hing. Relativ schnell weigerte sich Eika diesen Platz zu betreten. Trotzdem hielten wir noch einige Monate durch ohne sichtbare Besserungen. Inzwischen hatte ich an einem Clicker-Seminar teilgenommen und merkte, dass ich auf diesem SV Platz ziemlichen Unfug mit meinem Hund verzapft hatte. Wir brachen das Training ab.
Da
ich nun ein Auto zur Verfügung hatte, trainierten wir für die BH-Prüfung auf
unserem Agility-Platz in Bochum weiter. Derzeit befanden wir uns in der
sogenannten Crossover-Phase, d.h., dass ich meine Ausbildungsmethoden auf
Clicker umstellte, aber zum einen in alte Gewohnheiten (Leinenruck) zurückverfiel
und zum anderen viele Fehler mit dem Clicker selbst machte. Von Seiten der
Ausbilder/innen konnte und kann ich bis heute keine Hilfe erwarten, da
Mojito und Herrchen Herman (London)
sie konventionell trainieren. Nach und nach schaffte ich es die Theorie des Clickerns in die Praxis umzusetzen. Dadurch läuft Eika besser, aber nicht so freudig, wie ich es mir wünsche. Zum einen vermute ich, dass die Erfahrungen mit Leinenruck und Co. eine nicht weg wischbare Spur in ihr zurückgelassen haben. Zum anderen darf man nicht vergessen, dass sie ein Jagdgebrauchshund ist. Sie wurde nicht dafür gezüchtet in korrekter Fußposition neben Frauchen herzulaufen und sie dabei anzuhimmeln. Es ist wohl zu vergleichen mit einem Schäferhund, der vorstehen soll. Er ist sicherlich dazu fähig das Vorstehen zu erlernen, doch wird er mit noch so viel Training niemals einen Jagdgebrauchshund toppen können. Diesen Gedanken sollte man als Besitzer/in und auch als Ausbilder im Hinterkopf behalten.
Mein Fazit ist, dass mein Hund auf einem Spaziergang in den Ruhrwiesen am glücklichsten ist. Der Hundeplatz ist für uns zu einem Ort geworden, an dem wir nette Gleichgesinnte treffen und zwischendurch ein paar Dogdancing-Elemente clickern.
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