(ab März 2009/ ca. 14 Monate alt )
Alma war vermutlich läufig! Vermutlich deswegen, weil sie keinen Ausfluss hatte. Aber selbst die sonst desinteressierten unkastrierten Herren, haben sich ca. 3 Wochen für sie interessiert. Es war sehr auffällig, dass Alma sich entgegen gedrückt hat und dabei die Rute weggeknickt hat, wenn man sie an den Oberschenkeln berührt hat. Allerdings hat sie die ganze Zeit über die interessierten Herren in Schach gehalten und sich keineswegs angebiedert. Hm, also nix Ganzes irgendwie. Dies Kastration ist somit auf jeden Fall aufgeschoben bis Madame eine "richtige" Läufigkeit hatte. Interessant ist auf jeden Fall, dass Alma einen Schuss in die Breite gemacht hat. Der Kopf ist kräftiger geworden und insgesamt der ganze Körper. Allerdings kämpfen wir nach wie vor um jedes Gramm an ihr. Sie bekommt nach wie vor täglich etwa 1 Kg Fleisch und alles mögliche, was wir in sie hinein bekommen.
Unser Pflegehund Merlin (ein zu klein geratener Pointer) ist zum Glück kastriert, so dass wir einen Stressfaktor weniger haben. In den ersten Tagen musste er unter Alma ein Bisschen leiden. Sie hat ihm ständig ihr Spielzeug vor die Füße gelegt und wenn er dann dran wollte, gab es Ärger. Der junge Mann hat etwas gebraucht bis er das Spiel durchschaut hat. Alma könnte auf jeden Fall bei Ekard Lind eine Anstellung kriegen *ggg* Als Merlin kam, konnte er mit Spielzeug überhaupt nichts anfangen und nach den wenigen Wochen ist er zum Spielzeugjunkie mutiert bzw. erkennt in jedem rumliegenden Gegenstand potentielle Spielmöglichkeiten. Tja, ist auch der einfachste Weg sich Almas Aufmerksamkeit sicher zu sein ;-) Inzwischen kann er auch sehr gut ablesen, wann man Madame besser nichts versucht wegzunehmen und wann das gefahrlos geht. Außerdem hat er so viele Muskeln entwickelt, dass er inzwischen mühelos mehrere Meter aus dem Stand springen kann und schneller als Alma ist, so dass er mit seiner Beute meist ungeschoren davon kommt. Nein, Alma ist nicht langsamer geworden. Sie hat es erst Gestern am Auberg mit einem Whippet aufgenommen und hat ihn fast gekriegt ... Aber als Pointer ist man halt das Rennpferd unter den Jagdhunden ... Wenn es nach Alma ginge, würden wir Merlin behalten. Immerhin spielt er locker 4 h am Tag mit ihr ... Das haben wir aus diversen Gründen aber nicht vor - liebe LeserInnen - Merlin sucht also nach wie vor ein nettes Zuhause :-) Hier zur Erinnerung sein aktualisierter Steckbrief http://zergportal.de/baseportal/Hunde/HiN/detail&Id=169165 .
Trix ist denke ich ganz froh über Merlins Ablenkung, so muss er nicht mehr den Spielattacken standhalten. Er ist in den letzten Monaten doch merklich gealtert. Man merkt, dass er immer zittriger auf den Beinen wird. Das ist traurig und vor allem ist es traurig, dass er nun immer öfter Zuhause warten muss, während wir mit Alma etwas unternehmen. Apropos: Wir haben nun ein Bisschen Agility angefangen. Wann immer ich es zeitlich einrichten kann, gesellen wir uns samstags zum Training dazu und Alma lernt nach und nach die Geräte kennen. Sie ist auf dem Hundeplatz leider immer sehr aufgeregt und völlig übermotiviert zu arbeiten. Das äußert sich in schrillem Gekläffe, wenn sie eine Aufgabe nicht sofort versteht. Im Sacktunnel erschrickt sie sich dann jedes Mal selbst vor den hohen Tönen *seufz* Mal schauen, wie sie sich darin so entwickelt. Das Wenige, was wir gemacht haben, hat recht gut geklappt.
Diese Woche ist unser langersehnter Roller endlich geliefert worden! Noch benötigt Alma beim Ziehen einen konkreten Zielpunkt. Sonst lässt sie sich zu sehr von den Gerüchen am Wegrand ablenken und ich bin ständig beschäftigt nicht im nächsten Dornengestrüpp zu landen *hüstel* Ob es an Merlin liegt oder am (hoffentlich!) beginnenden Frühling: Alma ist auf jeden Fall im Moment außer Rand und Band. Sieht gehorcht zwar nach wie vor sehr gut, aber es fällt ihr sehr, sehr schwer in annehmbarer Nähe zu mir zu bleiben. Sie läuft lieber 300 Meter vor und pendelt dann. In machen Gebieten geht das, in anderen aber nicht. An dieser Front kämpfen wir zur Zeit... Die inzwischen eigentlich passable Leinenführigkeit hat sich verflüchtigt. Mit 3 Leinen in der Hand, davon ein ziehender Pointer und ein hinterher hängender Opi - das sind nicht die besten Übungsbedingungen :-( Auch wenn es manchmal anstrengend ist, wir mögen unser Energiebündel, so wies sie ist! Hier ein paar Fotos:
Auch in Sachen Mantrailing waren wir in den letzten Wochen wieder deutlich aktiver, um uns am letzten März WE beim Mantrailing-Seminar nicht zu blamieren *lach*. Ich bin gespannt, was die Referentin von Almas Trainingsstand hält. Wir berichten!
April 09
Merlin ist nun seit 2 1/2 Wochen in seinem neuen Zuhause bei unserer Mülheimer Trainerin Petra. Dort hat er sich inzwischen gut mit Petras Ridgebacks arrangiert und ist der Star der Familie ;-) Zum Schluss wurde es etwas anstrengend mit Alma und ihm, weil beide schlecht zusammen Ruhe gefunden haben und dadurch in einem Dauer-Erregungszustand verweilten. Alma ist nach seinem Auszug wieder deutlich ruhiger geworden und insgesamt viel leichter wieder ansprechbar. Einziger Nachteil ist, dass ihr das Spiel mit ihm schon fehlt. Nun gibt es wieder Rammel-Attacken auf den Opi und ich kriege die Stofftiere auf das Laptop gelegt, wenn Madame spielen möchte.
Das Mantrailing-Seminar war eine Katastrophe. Die Referentin Sabine Gilfert ist dann samstags abends wutentbrannt nach Hause gefahren, weil wir (also die TeilnehmerInnen und die Refrentin) nicht miteinander zurecht kamen - sowohl menschlich als auch fachlich gesehen - aber das ist ein anderes Thema ... Wir konnten dann für Sonntag-Nachmittag ganz spontan Susanne Lange engagieren und hatten dann doch eine Entschädigung für den Samstag. Das Training mit Susanne hat viel gebracht und wir hoffen sie bald wieder mal für ein Training da zu haben! Almas Leistung auf dem Seminar war so mittelprächtig ... Nun ja, nachdem wir stundenlang durch die Kaninchenhochburg gewandert sind, war es mit der Konzentration nicht mehr ganz so doll. Aber sie hat auf jeden Fall einen sehr ausgeprägten Findewillen, gibt also nicht auf. Wir bleiben dran :-)
Seit einigen Wochen nehmen wir nun regelmäßig am Agility-Training teil. Alma ist willig, aber ich glaube so 100 %ig ist es nicht ihre Sportart - zumindest im Moment noch nicht. Im Sacktunnel hatte sie anfangs Probleme, weil sie sich vor ihrem eigenen Gebell erschreckt hat. Das geht nun ganz gut. Steg und A-Wand sind kein Problem. Tisch, Weit-Sprung und die normalen Tunnel auch nicht. Die Wippe haben wir erst einmal mit festhalten gemacht - das fand Alma ein Bissl gruselig. Bei den Hürden tut sie sich manchmal schwer, da wir nach wie vor auch viel das Umrunden von Gegenständen üben. Ich habe den Eindruck, dass sie da manchmal durcheinander kommt - beim Slalo erst recht. Was im Moment gar nicht geht, dass ist der Reifen. Der hat beim 1. Versuch in seine Aufhängung so geklappert, dass Madame sich weigert. Da helfen zur zeit auch unsere Übungsversuche im Garten mit dem Hulla-Hupp-Reifen wenig ... Wir werden sehen!
Vorgestern (19. April) hat Alma relativ spontan an der VJP (Verbandsjugendprüfung) teilgenommen. Wir wollten eigentlich Fotos machen und natürlich die Geschwister treffen. Dann ist ein Hund von der Prüfung abgesprungen, so dass Alma kurzfristig teilgenommen hat. An dieser Stelle möchte ich mich bei der Landesgruppe Rheinland (insbesondere Frau Hochfeld) bedanken, da wir immer mit offenen Armen und einer gehörigen Portion Toleranz angenommen werden! Immerhin hatten wir als Nicht-Jäger wenig Ahnung, was Alma in der Prüfung eigentlich machen soll. Ihr Brustgeschirr war wie immer ein Blickfang (aber ich denke, sie hat von allen Prüfungshunden am besten Luft bekommen ;-)) ) und die regelmäßige Leckerchengabe wohl auch eher ungewöhnlich.
Hier ist der Versuch eines geordneten Gruppenfotos unserer Prüfungsgruppe zu sehen. Die Gruppe bestand neben den Richtern aus 2 Deutsch Langhaar, ein liebestoller GM-Rüde und Alma.

Die Zahnkontrolle war die
unbeliebteste Disziplin bei den Hunden:
Als erstes sind wir zu einem Feld mit
vielen Hasen gefahren. Dort lief die Hälfte der Gruppe in einer Reihe, in der
Hoffnung einen Hasen hoch zu machen. In dem Moment sollten wir die Hunde
ablenken, damit sie den Hasen nicht flüchten sehen. Dann wurden die Hunde an der
Sasse (also wo der Hase vorher gesessen hat) freigelassen und es wurde
beobachtet, ob sie die Spur verfolgen, wie lange, wie gründlich, stumm oder laut
usw. . Alma war extrem aufgeregt. Das lag sicherlich an den Gerüchen in dem Feld
(ich habe glaube ich noch sie so viele Hasen hintereinander gesehen ...) und
auch an der ungewohnten Halsung/Leine. Um Alma besser abzuleinen, trug sie eine
alte Agility-Leine von Eika. Also eine Leine, die man nur über den Kopf ziehen
muss, damit der Hund frei ist. Die erste hasenspur solte der Deutsch Langhaar
verfolgen. Das hat irgendwie nicht so doll geklappt, also weiter. Die nächste
Spur war für Alma. Ich kann das ja nicht so beurteilen, aber anscheinend hat sie
es gut gemacht - zumindest waren wir bereits nach der 1. Spur fertig und Alma
hat ein "sehr gut" für die Leistung bekommen. Leider gibt es davon keine Fotos,
weil Helge Almas Aktivitäten mit der Video-Kamera aufgenommen hat. Aber
vielleicht lässt sich das ja hier einstellen (teste ich mal in den nächsten
Wochen). Hier ein Foto, wie wir durch das Feld gestapft sind:
Es gab dann direkt von einem zynischen Zuschauer Kommentare zum Thema "Effektivität des Antijagdtrainings; Da sieht man mal wieder, dass das keine Familienhunde sind" usw. - nun ja, wenn ich erwartet hätte, dass Alma ihre jagdlichen Eigenschaften nicht zeigt, dann hätte sie wohl nicht teilgenommen ;-) Zumal ich darauf hinweisen möchte, dass das Training ANTIjagd heißt, damit die Zielgruppe (Halter jagender Hunde) sich angesprochen fühlt. Das Training an sich basiert auf der Kontrolle am Wild und der Kanalisierung in jagdähnliche Beschäftigung. Ich fände es schon fast pervers sich einen Jagdhund zu holen, um zu versuchen ihm die Genetik auszutreiben. Wir sind nicht naiv und wissen durchaus, was in unserer Almette steckt ;-)
Nachdem Alma die Hasenspur
ausgearbeitet hatte, war sie viele hundert Meter entfernt und hatte etwas
Probleme mich aus den Zuschauern, Richtern und anderen TN heraus zu filtern. sie
war (nicht deswegen) völlig außer sich und konnte auch meinen Pfiff nicht recht
orten. Als sie mich dann gefunden hat, ahnte sie wohl, dass ich sie sofort
wieder für längere Zeit anleinen möchte und hat sich direkt wieder
verdünnisiert. Da hat nur Weggehen geholfen. Dann hatte ich sie zurück.
Allerdings war die folgende Warterei extrem anstrengend, da Madame fast nur in
der Leine hing. Aus ihrer Sicht verständlich, immerhin musste sie den anderen
hetzenden Hunden zuschauen, die Kiebitze ignorieren und die zahlreichen Spuren -
wo das Feld doch so zum Rennen eingeladen hat ... Bis zum nächsten Prüffach
verging soviel Zeit, dass sie sich irgendwann etwas beruhigt hatte und für den
Rest der Prüfung "meine vertraute" Alma war (= gut ansprechbar und an mir
orientiert statt völlig jeck in der Leine hängend). Als nächstes wurde die
Schussfestigkeit geprüft. Schüsse kannte Alma bisher vom benachbarten Hundeplatz
und in Form von Knallerei (Silvester usw.). Ich bin mit ihr im Zick-Zack
freilaufend über eine sehr hohe Wiese (ging mir sicherlich bis zu den Knien)
gelaufen und sie sollte die Wiese absuchen. Dabei wurde 2 mal aus nächster Nähe
geschossen. Alma hat kurz in der Suche gestockt und ist grollend Richtung
Schütze gelaufen, hat dann aber sofort weiter gemacht. Beim 2. Schuss war die
Reaktion noch milder - und am Ende der Prüfung, also etliche Schüsse später, war
es ihr egal. Bei dieser Einheit ist sie mehr oder weniger über einen Fasan
gestolpert, der dann weggeflogen ist. Sie ließ sich aber sofort wieder abrufen.
Bei den nächsten Prüfungseinheiten
ging es um das Absuchen von Wiese/Feld oder sonstigen Flächen und dem Vorstehen.
Das war der einzige Teil, wo ich richtig drin involviert war und wir prompt auch
Punkteabzug bekommen haben *lach* Ich musste wieder im Zick-Zack über eine große
Wiese laufen. Alma dachte glaube ich, dass die irgendwas von mir Verlorenes
suchen sollte, zumindest hat sie sich kaum von mir gelöst und eher "halbherzig"
gesucht (was auch immer). Ich bin wohl zu langsam gelaufen und habe sie zu früh
oder auch spät an den Wiesenrändern gestoppt. Einen Fasan haben wir auch nicht
gefunden, also irgendwie nicht so der Hit. Beim 2. Versuch auf einem Feld ging
es etwas besser, aber Alma ist ein Bissl planlos gewesen. ich bin dann fast auf
einen Hasen drauf getreten - was Madame natürlich nicht entgangen ist ... - und
somit hat sie in dann sichtig hetzend in eine kleine Baumgruppe verfolgt und war
nimmer gesehen - das stimmt nicht - ein teil der Zuschauer stand auf der anderen
Seite der Baumgruppe und meinte hinterher, dass sie sehr gut die Spur des nicht
mehr sichtigen Hasen ausgearbeitet hätte. Ziemlich erschöpft kam sie dann wieder
zurück und hatte erstmal wieder Pause. Die Pause haben wir zum Klönen mit einem
netten anderen Teilnehmer genutzt. Ein letztes Mal mussten wir "ran", um endlich
Almas Vorsteheigenschaften zu begutachten. Wegen mangelnden Fasanen sind wir
dann etwas offensiver geworden und mussten und durch die besagte Baumgruppe
kämpfen, die mit Brombeerbüschen usw. versehen war. Da gab es dann 2 mal die
Gelegenheit am Fasan vorzustehen. Beide Male ist der Fasan weggeflogen, Alma hat
nachgesetzt, war aber abrufbar. Mit einem weiteren "sehr gut" in der Tasche,
waren wir dann in jeder Hinsicht fertig ;-) Es musste dann noch ein Deutsch
Langhaar vorstehen und das hat sich ziemlich hingezogen, da er mehrere Fasane
"überrannt" hatte ohne vorzustehen. Es mussten mehrere verschiedene Felder
aufgesucht werden und dann irgendwann stand er an einer frischen Hasensasse. Das
war der einzige Hund, den wir gesehen hatten, der richtig übel behandelt wurde.
Er wurde ständig von seiner jungen Hundeführerin runtergedrückt, mit der Leine
auf den Kopf geschlagen oder auf den Fuß getreten - und mit ständig, meine ich
das leider auch so. Es verging keine Minute, wo er nicht für die (nicht
vorhandene) Leinenführigkeit, bei Ablageversuchen etc. eins abgekriegt hat,
teilweise scheinbar sogar präventiv, also bevor er überhaupt etwas hätte falsch
machen können ... Alles unter Aufsicht von Papa, der anscheinend auch andere
Hundeführer mit ihren Jagdhunden ausbildet *kopfschüttel* Wir haben natürlich
auch einen Tip gekriegt, nämlich morgens die völlig überdrehte Alma in einen
Graben zu legen, damit sie den anderen Hund nicht beobachten kann. Wir haben
dankend abgelehnt. Der Tip ist zwar logisch, aber in dem Zustand mit Alma nicht
durchführbar gewesen. Es prügelt halt nicht jeder seinen Hund in Übungen hinein,
die der Hund noch nicht beherrscht. Letztendlich hatte Alma in der Gesamtwertung
3 Punkte mehr, nämlich 70 Punkte. So schlecht kann es also auch nicht gewesen
sein ;-) Außer der jungen Frau mit dem DL, waren alle anderen, die wir
gesehen haben oder kennen zum Glück viel netter im Umgang mit ihren Hunden! Nach
der Prüfung sind wir wieder zum Haupttreffpunkt zurück gefahren und haben die
Wartezeit bis zur Siegerehrung genutzt, Almas Geschwister zu bewundern. Jolien
war wieder mit Alia da. Ayca und Aico und Mutter Cora von den Züchtern natürlich
auch. Außerdem noch Anja (nun Alexa), Anka und Asco (nun Scottie). Hier einmal
Alma und Alia und 2 Fotos von der ganzen Bande samt Besitzer:


Der Tag endete mit der Siegerehrung. Alma hat (glaube ich) den 6. oder 7. Platz von insgesamt 27 Hunden gemacht. Uns hat die Prüfung gut gefallen und wir haben uns gefreut einen Großteil der Geschwister wieder zu sehen. Es ist unglaublich, wie die kleinsten teilweise nun die größten sind, die hellsten total dunkel geworden sind und auch so sich alle unterscheiden. Sehr interessant! Am Ende des Tages haben wir Trix dann noch bei Helges Schwester abgeholt, wo er sich einen gemütlichen Tag gemacht hat und danach sind wir alle ins Bett gefallen ;-) Mit Alma werden wir nach wie vor die Gebiete mit Hasen meiden bzw. nur an langer Leine aufsuchen, da sie ja eindrucksvoll bewiesen hat, wie ausdauernd und gut sie ist. Zum Glück gibt es hier jede Menge Gebiete nur mit Kaninchen, wo sie nach wie vor problemlos freilaufen kann. Gestern war sie entweder noch müde oder beeindruckt, zumindest hat sie mich noch mehr als sonst auf den Spaziergängen im Auge behalten. Vielleicht dachte sie, ja, dass der große Hasen-Spaß (zumindest aus Almas Sicht ...) weiter geht :-) Im Mai steht evtl. ein Kurzurlaub bei Jana in Brandenburg an - hoffentlich klappt es. Wir werden auf jeden Fall berichten, was so passiert.
Juni 2009
Mit dem
Kurzurlaub bei Jana hat es leider nicht geklappt, dafür kommt sie im August zu
Besuch! Ansonsten gibt es wieder viele Neuigkeiten. Wir üben gerade fleißig mit
Alma für die HZP. Doch es gibt einige Fallen ... So haben wir bisher nie so viel
wert darauf gelegt, dass sie uns die Spielzeuge in die Hand gibt, da sie anfangs
überhaupt Probleme hatte uns die Spielzeuge zurück zu bringen. Da waren wir
schon froh, wenn sie es uns vor die Füße schmeißt. Zumal sie "Aus!" perfekt
beherrscht und sofort alles ausspuckt (auch gefundenes Fressbares etc.). An der
Reizangel haben wir es immer so gehandhabt, dass Alma beim Sitz-Signal auch
automatisch die Beute ausspuckt. Sitz ist bei uns im Prinzip auch zum Aus-Signal
geworden (wenn sie denn was in der Schnauze trägt). Es gestaltet sich gerade
ziemlich müßig ihr das Umlernen zu ermöglichen. Sie soll nun die Beute schnell
heranbringen und sich möglichst automatisch setzen und erst auf das Aus-Signal
hin die Beute ausgeben. Wir rackern uns gerade in Kleinstschritten daran ab,
dass sie sich setzt aber gleichzeitig die Beute nicht sofort ausspuckt. Vom
Apport aus dem Wasser mal ganz zu schweigen,
da
haben wir natürlich auch nicht bisher drauf geachtet, dass sie erst die Beute
abgibt und sich dann erst schüttelt. Auch bei den Schleppen gibt es Probleme.
Als Mantrailer hat sie noch nicht ganz verstanden, dass bei der Schleppe das
Schleppwild Vorrang hat. Sie arbeitet die Schleppe toll aus, wenn ich sie
gezogen habe nimmt sie auch das Felldummy sofort auf und bringt es mir, aber
wenn jemand anderes die Schleppe gezogen hat, dann sucht und zeigt sie zuerst
den Schlepper an, bevor sie sich dem Dummy widmet. Wenn sie Schleppperson nicht
in der Nähe ist, verfolgt sie die Spur so lange bis sie die Person gefunden hat.
Im September ist die Prüfung und wir werden berichten ...
Alma hatte zwischendurch eine ziemlich üble Phase. Wir wurden von einem Radfahrer fast über den Haufen gefahren. Nachdem ich mich dann mit dem Mann auch noch verbal gestritten habe, war das anscheinend zuviel und sie hat ihn gestellt (= verbellt und Schnappen in die Pedale angetäuscht). Da fing es dann an. 1 Woche später ist sie an der Flexileine hier bei uns im Wohngebiet vorgelaufen und hat um die Ecke einen TNT-Boten auf dem Fahrrad gestellt. Ein Tag später hat sie einen Passanten im Freilauf gestellt. Ich weiß nicht, warum sie das gemacht hat. Vielleicht hat der Mann zuviel zu uns geguckt oder was auch immer. Danach hieß es erstmal vermehrt Leinenzwang und nur noch Freilauf auf übersichtlichen Strecken. Passanten sind jetzt wieder kein Thema, Radfahrer nur noch in sehr überraschenden und/oder aufregenden Situationen. So ganz lässt sich das nicht sagen, weil ich sie bei Radfahrer generell ohne Leine nun absitzen lasse. Das war mit Sicherheit auch der Auftakt einer recht stressigen Zeit. Denn ich bin zur Zeit fast jedes Wochenende und jeden Feiertag irgendwo in DE oder CH unterwegs, um Seminare zu halten. die maximal 3 Tage dauernden Trennungen findet Alma ziemlich blöd, obwohl Helge sich alle Mühe gibt einen Ausgleich zu schaffen ...
Das
ist auch mit einer der Gründe, warum wir uns entschlossen haben mal wieder einen
Pflegehund aufzunehmen. Mit einem Jungspund im Haus ist sie in gewisser Weise
ausgelasteter oder sagen wir mal glücklicher. Das führte aber diesmal zur
nächsten Katastrophe ... Dimitri
http://zergportal.de/baseportal/Hunde/HiN/detail&Id=189854 kam am
Pfingstmontag an. Leider wurde die Kastration im Tierheim in Spanien vergessen
oder was auch immer. Zumindest kam Dimitri intakt und in der Blüte seiner
Entwicklung bei uns an. Nachdem er mehrmals Trix im häuslichen Rahmen
herausgefordert hat und sie sich dann abends auch noch gekloppt haben, haben wir
beschlossen, eine andere Pflegestelle zu suchen. Denn das braucht der Opi nicht.
Schade, denn Dimi hat uns sehr gut gefallen. Nach 2 Tagen hatten wir eine
Notlösung (so lange konnten meine Eltern Trix nehmen) und am Montag darauf ist
Dimi in die Pflegestelle gezogen, wo eigentlich Bob unterkommen sollte. Wir
haben nun stattdessen seit Dienstag Bob in Pflege.
http://zergportal.de/baseportal/Hunde/HiN/detail&Id=202472 Im häuslichen
Rahmen klappt es wunderbar zwischen den Hunden. Draußen reagiert Bob
ziemlich heftig auf Alma. Sobald sie freiläuft, tickt er ziemlich aus - will
mitlaufen, zerrt an der Leine und bellt frustriert.
Sobald
Alma wieder angeleint ist, ist er wieder der nette, unkomplizierte Hund. Anfang
nächster Woche lassen wir ihn versuchsweise freilaufen und hoffen inständig,
dass sich die Situation bessert. Denn an sich ist Bob sehr gelehrig und
aufgeschlossen, so dass dieses extreme Verhalten etwas wunderlich ist. Alma
freut sich auf jeden Fall über den neuen Spiel-Partner. Allerdings ist die
Wechselwirkung auf den Spaziergängen mal wieder ganz klar zu sehen. Die Ohren
sind doch deutlich öfter "auf Durchzug" als ohne Pflegehund. Na ja, aber
eigentlich können wir nicht klagen. Alma ist draußen wirklich gut ansprechbar
und hört generell sehr gut.
Insgesamt war Alma in letzter Zeit sehr sensibel. Zum Beispiel ist sie beim Agility 2 Mal in einem Tunnel ganz leicht hängen geblieben. Ab da wollte sie nicht mehr durch den Tunnel gehen. Sie hat auch sehr empfindlich darauf reagiert, wenn Helge geniest hat oder laute Geräusche im Haushalt waren. Inzwischen hat sich wieder alles normalisiert. Hoffen wir, dass es so bleibt. Im Juli geht es erstmal eine Woche nach Sylt. Hier noch ein paar Fotos, u.a. auch vom Agility-Training:

Wir hatten kurzfristig Besuch ... aber nicht lange ;-)

Alma auf dem Wackelbrett zur Verbesserung ihrer Koordination. --- Rasen mähen könnte nicht schaden ...